Totenglocke für die Glocken

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Quelle: A. Dobkiewicz

Die Viertelstundenglocke, die die Katastrophe von 1967 überstanden hatte. Sie wurde im Jahre 1765 in Legnica (Liegnitz) von dem Glockengießer Johann Gescheidt gegossen.

Wahrscheinlich schon seit frühesten Zeiten befand sich auf dem Turm mindestens eine Glocke, die die Schließung der Tore für die Nacht verkündete oder eine Bedrohung für die Stadt und ihre Bewohner signalisierte. Später wurde die Glocke nicht mehr nur als Zeitansage sondern auch zu besonderen Anlässen geläutet. Die erste uns bekannte Information über die Glocken auf dem Turm, die in den Quellen erhalten ist, stammt aus dem Jahre 1528, als bei der Beschreibung des Turmbrandes auch die Tatsache erwähnt wurde, dass die Stundenglocke zerstört wurde. Es ist nicht genau bekannt, ab wann auf dem Turm zwei Glocken hingen. Möglicherweise ab dem 16. Jahrhundert. Tatsache ist aber, dass nach einem Brand im Jahre 1716 auf dem ein Jahr später renovierten Turm eine neue große Stundenglocke (21. Juli) und eine kleine Glocke, die die Schließung der Tore bekannt gab und welche das Feuer überstanden hatte, hingen.

Beide Glocken unterlagen ein halbes Jahrhundert später der Zerstörung, als die österreichische Kanonenkugel den Turm während des Siebenjährigen Krieges traf. Die neuen Glocken goss der Glockengießer Johann Gescheidt anlässlich der Renovierung des Turmes im Jahre 1765 in Legnica (Liegnitz). Beide hatten die Aufschrift: „GOS MICH JOHANN GESCHEIDT ANNO 1765”.

Sowohl die große Stundenglocke als auch die kleinere Viertelstundenglocke überlebten die den Turmeinsturz und wurden im Museum für alte Kaufmannschaft aufbewahrt. Auf einem der erhaltenen Fotos, die kurz nach der Katastrophe aufgenommen wurden, ist zu erkennen, dass sich die große Glocke (und wahrscheinlich auch die kleine) nicht von der Helmkonstruktion lösten und mit ihm zusammen zu Boden fielen. Die erneute Montage von ihnen wurde jedoch durch die Beschädigung der Glockengiebel und den geänderten Funktionen des neuen Rathausturms verhindert.

Quelle: Mark Furmankiewicz - "Geschichte und Pläne für den Wiederaufbau des Rathausturms", "Świdnicki Jahrbuch 1998", Heinrich Schubert, "Skizzen aus der Geschichte der Stadt Schweidnitz" Ikonographiezugang von Mariusz Barcicki erteilt.

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